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SVA Bad Hersfeld 1928 e.V.

 

 

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Als im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts in Deutschland das Fußballspiel, das bis dahin nur ein typischer englischer Sport war, auch in der Asbacher Jugend bekannt wurde, bildete sich im Jahre 1911 ein Grüppchen Jugendlicher, um dem Ball nachzujagen. Es fehlte an einer Übungsstätte, denn Sportplätze gab es damals noch nicht. Die Jungen mussten verbotenerweise eine Weide oder Wiese benutzen. Die ersten Spiele wurden auf der Hilgenwiese (Hute Nuhn) ausgetragen. Sportverbände waren noch unbekannt. Es wurden somit nur Freundschaftsspiele ausgetragen.Das erste Spiel ging in Unterhaun 7 : 0 verloren. Die bekannten Sportler dieser Epoche waren Bernhard Wittich, Fritz Spangenberg und Gottlieb Ullrich. Vor allem muss hier der später nach Neu-Isenburg verzogene Heinrich Kircher (genannt Hanerich) genannt werden, der den Fußballsport mit nach Asbach brachte. Sehr zum Nachteil der jungen Sportbewegung teilte man sich und gründete zwei Vereine: die Spielvereinigung Asbach mit dem Vereinslokal Fink und den Sportverein Germania Asbach mit dem Vereinslokal Herzog. Als erster Schiedsrichter fungierte Lehrer Fritz Kaßler.Infolge des Ersten Weltkriegs 1914 - 1918 kam -wie überall- auch der Asbacher Sport zum Erliegen bzw. die Auflösung beider Vereine. Nach dem Ersten Weltkrieg kam leider zunächst keine Neugründung zustande. Im Jahre 1922 gründete man einen Turnverein, der aber keinen Fußballsport betreib und sich "Freie Turnerschaft" nannte. Asbachs Sportler erzielten nicht nur im Turnen, sondern auch auf dem Gebiet der Leichtathletik beachtliche Erfolge. Leider löste sich dieser junge Verein bereits im Jahre 1924 wieder auf. In den Jahren 1926 und 1927 war man gewillt, den Fußballsport erneut ins Leben zu rufen, aber vorerst kam es nicht dazu. So spielte z.B. der talentierte Spieler Kurt Fink in Niederaula.Am 5. August 1928 war es endlich so weit. In der "Kriegerstube" der Gaststätte Fink wurde die Neugründung vorgenommen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Adam Fey II. gewählt. Bei dem nun beginnenden Spielbetrieb stellten sich große Schwierigkeiten ein. An einen ordentlichen Sportplatz war noch nicht zu denken. Man zog von Wiese zu Wiese und war auf die Gnade der Bauern angewiesen. Eine weitere Schwierigkeit gesellte sich hinzu. Die Arbeitslosigkeit erfasste die meisten Spieler. Hier bewährte sich die echte Sportkameradschaft, der echte Sportidealismus. Der Verein war finanziell nicht in der Lage, die Auswärtsspiele zu bestreiten. Hier half der Vereinswirt und Spieler Kurt Fink aus der Not. Später wurde Finks Bierauto zum Beförderungsmittel der 1. Mannschaft. Auch Konrad Herwig (Hilperhausen, genannt Milch-Kon) gebührt Dank für die Bereitstellung des Milchautos, das für ein wenig Geld zu haben war. Die magere Vereinskasse wurde während dieser Zeit von dem langjährigen Kassierer Hch. Fey I., der selbst bis zu seiner Sportverletzung aktiv war, geführt!

 

Freundschaftsspiel in Schlitz 1934
Die erste Mannschaft spielte zunächst in der II. Kreisklasse und machte beim Sportfest in Neukirchen (Kr. Hünfeld) von sich reden. Bekannte Vereine, die für die damalige Zeit ein beachtliches Spielniveau aufwiesen - wie Unterhaun und Wehrda - wurden mit 2 : 0 bzw. 1 : 0 geschlagen. Der erste Pokal war erkämpft und wurde voller Stolz mit nach Hause gebracht. Die damalige Mannschaft setzte sich aus folgenden Spielern zusammen: Andreas Blumenauer, Wilhelm Hahn, Ernst Ullrich, Jakob Fey, Ernst Hahn, Kurt Fink, Heinrich König, August Braun und Justus Weiffenbach. Die drei Gebrüder Duchon, die von Hessen Hersfeld kamen, gaben der Mannschaft neue Impulse und die Erfolge sollten nicht lange auf sich warten lassen. Bereits im Jahre 1935 wurde die Meisterschaft errungen, und der Aufstieg zur I. Kreisklasse war geschaft.


Im Jahre 1936 sollte der laggehegte Wunsch, endlich einen ordentlichen Sportplatz zu besitzen, in Erfüllung gehen. Dank der Initiative des damaligen Bürgermeisters Wilhelm Trelle und des damaligen 1. Vorsitzenden Karl Schwarz stellte die Domänenverwaltung Eichhof geeignetes Gelände zur Verfügung. In der jungen Vereinsgeschichte war dieses ein bedeutender Meilenstein. Am 6. August 1936 wurde der neue Sportplatz eingeweiht, verbunden mit gleichzeitiger Saalweihe der Vereinsgaststätte Fink. Zu diesem Fest konnte auch der damalige internationale Mittelläufer der Spielvereinigung Fürth, Ludwig Leinberger, begrüßt werden. In den folgenden Jahren wuchs eine Fußballjugend voller Talente heran, die dem Verein in den Nachkreigsjahren von großem Nutzen werden und ihm Ansehen bringen sollte.